Asymmetrische Reifen – das müssen Sie beachten

Die Neuentwicklung von Reifen ist ein langer Prozess und die Ingenieure müssen viele Faktoren berücksichtigen. Es gibt zahlreiche Profilausführungen und alle sehen anders aus. Grob kann man die Designs aber in zwei Gruppen unterteilen. Asymmetrische und symmetrische (laufrichtungsgebundene) Reifen – beide haben unterschiedliche Ausprägungen. Erfahren Sie bei uns, welche Vorteile asymmetrische Profile haben und finden Sie direkt Ihre perfekte Bereifung.

Was ist ein asymmetrischer Reifen?

Die Bezeichnung beschreibt die Art der Rillen- und Lamellenstruktur auf der Lauffläche Ihrer Bereifung. Das heißt, das Muster des Profils lässt sich nicht in der Mitte spiegeln, es ist nicht symmetrisch. Die verschiedenen Bereiche der Lauffläche haben spezielle Funktionen. Die Reifenschulter an der Außenseite besteht meist aus grobem Blöcken – so haben Sie mehr Stabilität und Griff vor allem in Kurvenfahrten auf trockener Straße. Die Innenseite ist vor allem für eine sinnvolle Wasserableitung nach außen konzipiert. So gelangt bei Aquaplaning-Gefahr möglichst viel Wasser vom Fahrzeug weg.

Asymmetrischer Reifen auf Fahrzeug

Reifen mit inside und outside

Wenn Sie Ihr Fahrzeug mit asymmetrischen Reifen ausstatten und die beiden Profile von vorne anschauen, werden Sie feststellen, dass sich die beiden Profile unterscheiden. Es kommt die Frage auf: gibt es rechte und linke Reifen? Das ist aber nicht so – einige wenige Ausnahmen gibt es nur bei absoluten Rennsportreifen.

Das die Profile anders aussehen wenn Sie montiert sind, erscheint auf den ersten Blick merkwürdig, ist von den Reifeningenieuren aber genau so durchdacht und gewollt.

Reifenflanke mit Outside-Markierung

Grundsätzlich können Sie jedes Rad an jede Position montieren. Bei der Montage der Reifen auf die Felgen sieht das anders aus. Hier steht die wichtige Information auf der Reifenflanke. Auf einer Seite steht "inside“ (also innen) und auf der anderen „outside“ (außen). Die Felgen müssen später so montiert sein, dass die Außenseite des Reifens an der Außenseite der Felge liegt – es muss nach der Montage überall „outside“ lesbar sein. Aber machen Sie sich keine Gedanken, die Kfz-Mechaniker in einer Fachwerkstatt wissen, was Sie tun und werden Ihre Reifen korrekt montieren.

Die Vorteile von asymmetrischen Reifen

Jeder Reifentyp hat seine fahrspezifischen Vorteile. Hier haben wir das Wichtigste zu asymmetrischen Reifen für Sie aufgelistet:

  • Dieser Reifentyp hat tendenziell ein geringeres Abrollgeräusch.
  • Das Wasser wird bei starkem Regen unter dem Auto hervor weggeleitet.
  • Durch die steiferen Schulterblöcke haben Sie auch bei hohen Geschwindigkeiten eine bessere Stabilität in den Kurven.
  • Asymmetrische Reifen haben keine Laufrichtung. Deswegen müssen Sie beim Reifenwechsel nicht auf die Position achten. Sie eignen sich also gut als Ersatzrad.

Quellen

Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V: (o.J.): Reifen von A bis Z. URL: https://www.bundesverband-reifenhandel.de/verbraucher/reifen-von-a-bis-z/ – zuletzt geprüft 20.03.2020.